Die Originalgeschichte von Uli de Chnächt

Einem Knecht, der ein Säufer und Frauenheld ist, will der Bodenbauer sein Vieh nicht anvertrauen. Und so ändert Uli auf Rat seines Meisters sein Leben radikal und verschafft sich bald einen guten Namen. Der Glunggenbauer Joggeli ist begeistert und holt ihn als Meisterknecht auf seinen heruntergewirtschafteten Hof. Mit starker Hand und gegen grosse Widerstände – bringt Uli die Glungge wieder in Ordnung und wird für Joggeli schnell unentbehrlich. Bald stellt sich für Uli die Frage nach der richtigen Frau. Das hübsche Vreneli gefällt ihm sehr, aber Joggelis Tochter Elisi schwärmt ihm von einer Zukunft als Grossbauer vor und verdreht dem Knecht damit den Kopf. Doch Elisis Bruder Johannes fürchtet im Fall einer Heirat um sein Erbe, und so kommt es zum Zerwürfnis …. !

2016 sind es genau 175 Jahre her, als Jeremias Gotthelf, alias Albert Bitzius, den Roman „Uli der Knecht“ geschrieben hat. Unzählige male wurde das Stück als Theater aufgeführt. Aber noch nie so wie auf dem Staufberg.

Jeremias Gotthelf

Geboren wurde Jeremias Gotthelf am 4. Oktober 1797 in Murten. Mit seinen Eltern, der reformierte Pfarrers Sigmund Bitzius und seiner dritten Frau, lernte er die bäuerliche Welt des Emmentals kennen. 1817 begann er mit dem Theologiestudium in Bern. Danach kam er als Pfarrgehilfe nach Bern an die Heiliggeistkirche und wechselte 1831 als Vikar in die Pfarrei Lützelflüh im Emmental, wo er ein Jahr später zum Pfarrer gewählt wurde.